Ein Rückblick auf die letzten Renneinsätze ist überfällig 🙈. Entschuldigung für die (unfreiwillige) Pause hier auf unserer Homepage!
Nach der Deutschen Meisterschaft stand erst einmal eine Woche Ruhe für Henri im Kalender. Danach startete das Aufbautraining für die restliche Saison.
San Sebastian – ein echter Klassiker stand Anfang August im Rennkalender. Da Henri nicht zu 100% fit war, musste er auf dem sehr bergigen Kurs Tribut zollen und verließ das Rennen, nach Rücksprache mit dem Sportlichen Leiter.
Zwei Wochen später startete Henri in Belgien. Hier ging es ganz gut, aber schlussendlich fehlte Henri einiges an Kraft, um mit den Besten über die „Hügel“ drüber zu fahren. Am Ende belegte er mit zweieinhalb Minuten Rückstand den 52. Platz. Es ging direkt mit dem Flieger weiter nach Hamburg. Dort stand Alpecin-Deceuninck 2 Tage später bei der ADAC Cyclassics am Start. Kapitän war diesmal Jasper Philipsen, welcher im letzten Rennviertel einen Hinterraddefekt hatte. Um Zeit zu sparen, gab Henri ihm sein Laufrad. Henri musste auf das Teamauto warten. Entgegen aller Logik aus so einer Situation, wurde Henri knapp hinter der Wagenkolonne liegend, von der Jury 😠 aus dem Rennen genommen. Dies ist für uns eine unverständliche Falschinterpretation der Regularien. Hilft aber nichts…Henri muss sich an die Anweisungen halten.
Weiter ging es für Henri (und auch uns) in Deutschland. Die Lidl Deutschland Tour über insgesamt 735 Kilometer zwischen Essen – Herford – Arnsberg – Kassel – Halle – Magdeburg, führte über 4 Etappen. Zu Beginn gab es einen 3,1 Kilometer langen Prolog auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen. Wir waren sehr erstaunt und überrascht, wie viele Zuschauer den Kurs säumten, das Fahrerlager besuchten und für eine echt krasse Atmosphäre sorgten. Henri war im Wettbewerb selbst etwas verunsichert, denn im Training zuvor waren 5 Profis zu Sturz gekommen. Somit ließ er wichtige Zehntel Sekunden in den Kurven liegen und am Ende summierte sich sein Rückstand auf 9 Sekunden. Mit Platz 35 war er ganz und gar nicht zufrieden. Auf den weiteren Etappen riss die Zuschauermenge nicht ab. Laut Henri seiner Aussage, sah er den letzten Etappenstartort – Halle – als das Highlight an begeisterten Fans an. Für uns war Magdeburg der Wahnsinn. Es ist schon beeindruckend, wie die Begeisterung in Deutschland, nach einigen Jahren des „Desinteresses“ wieder sehr stark zugenommen hat. Wir hoffen doch sehr, dass dies die nächsten Jahre so bleiben wird. 💚
Zurück zur D-Tour. Kapitän Kaden Groves sprintete auf der 1. Etappe auf Platz 7, startete aber krankheitsbedingt auf der 3. Etappe nicht mehr. Bereits während der 2. Etappe stieg Kollege Timo Kielich aus. Somit war die Alpecin Mannschaft arg dezimiert. Henri fuhr den Sprint auf der 2. Etappe von viel zu weit hinten. Ein Missgeschick kostete ihn eine Top Ten Platzierung. Mit Rang 17 war er nicht zufrieden. Ein Zuckerl gab es vor dem Start der 3. Etappe. Henri bekam das Community Jersey von Simon Geschke überreicht. Auf Instagram konnte man am Vortag den stylischsten Fahrer auswählen.😍
Trotz Streckenkenntnis auf der 3. Etappe musste er in der Hirschberger Wand anhalten, schaffte kaum noch den Anschluss und musste das Peloton irgendwann ziehen lassen. Mit knapp 11 Minuten Rückstand war seine bisher gute GC Platzierung weg. Auf der letzten Etappe wollte Henri zeigen, was in ihm steckt. Zudem hatte er hier den meisten Support von Familie, Freundin, Fans und den extra angereisten „H.Uhligans“ aus Regensburg. Die Zielrunde in Magdeburg hatte es nochmals in sich. Straßenbahnschienen, Fahrbahnverengungen, viele Kurven und der Wind beeinflussten die letzten 17 Kilometer. Außerdem passierten auf den letzten 5 Kilometern zwei gravierende Stürze, welche das Fahrerfeld auseinander rissen. Glücklicherweise kamen Henri und sein Anfahrer Fabio van den Bosche um die Stürze herum, aber insgesamt hatten beide eine schlechte Ausgangsposition. Henri sprintete auf einen guten 7. Rang und ist mit diesem Abschluss einigermaßen zufrieden. Er durfte anschließend noch einige Autogramme schreiben und Fotos mit den Fans machen.
An seinem darauffolgenden Ruhetag besuchte Henri gemeinsam mit uns das „FRIEDENSFAHRTMUSEUM“ in Kleinmühlingen. Dies war ein tiefes Eintauchen in die Radsportgeschichte der DDR. Wir sind vom gesamten Museum, den ausgestellten Exponaten, den kleinen und großen Geschichten rings um die Friedenstaube und Fahrern total begeistert. Wir können das Museum bekommt wärmstens empfehlen. Begeisterter Gründer des Museums ist Horst Schäfer, welcher über unsere Fachkenntnis teils staunte. 😉 Als zweifacher Teilnehmer der U23 Ausgabe der Friedensfahrt “ Závod Miru“ durfte sich Henri an der Wand verewigen. Was für eine Ehre für ihn! 😍
Nach einem kurzen Zwischenstopp in der Heimat ging es für Henri gleich weiter in die Bretagne. Die Anreise per Flugzeug nach Paris und weiter per Auto, nahm fast einen ganzen Tag in Anspruch. Die Bretagne Classic über 261 Kilometer war für Henri sein bisher längstes Rennen. Knapp sechseinhalb Stunden saß Henri im Rennsattel und belegte mit 5 Minuten Rückstand denn 88. Platz. Übrigens die Rückreise startete nach dem Zieleinlauf, per Auto zurück zum Pariser Flughafen ins Hotel. Nach wenigen Stunden Schlaf ging es vormittags zurück nach München. Gegen 14 Uhr war Henri daheim. Da wird von den Profis einiges abverlangt, aber das gehört zu ihrem Job dazu.
Derzeit trainiert Henri daheim, ehe es nächste Woche für mehrere Ein-Tages-Rennen nach Frankreich und Belgien gehen wird. Wir drücken die Daumen!
Bilder vom Friedensfahrtmuseum, Bretagne Classic und Training
📸 photonews 🙏
📸 privat
🤗 Wenn alles mit dem Saisonfinale am 12. Oktober bei „Paris – Tours“ klappt, möchte Henri gern wieder in Wörth beim Cyclocross-Event an den Start gehen. ABER: dies entscheidet Henri relativ kurzfristig. Ihr könnt euch bereits jetzt den 19. Oktober ab 14 Uhr freihalten, um das Bundesliga Rennen (mit oder ohne Henri) anschauen zu können😉.




















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