BÄÄÄÄMMMMMM! Emotionen herausschreien – nicht nur Henri kann das gut😉.
Wir freuen uns riesig, dass Henri seinen ersten Profisieg einfahren konnte.
Der Start der fünftägigen Rundfahrt war für das Team deprimierend. Am Morgen meldete sich Hugo Houle bereits krank und startete nicht. Zwei Kilometer nach dem Startschuss stürzten zwei Teamkollegen so schwer, dass beide, Noah und Ramsay, ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Somit hatte Henri noch drei weitere Kollegen an seiner Seite. Auf der 1. Etappe war es für südfranzösische Verhältnisse sehr kalt und es regnete den ganzen Tag. Henri fror zwischenzeitlich und konnte zwar im Finale sprinten, doch es reichte nur für den 13. Platz.
Die 2. Etappe führte über 162 Kilometer, teilweise wieder im Regen. Die französischen Teams setzten relativ spät an, um die Ausreißer des Tages zurück zu holen. Durch die geschwächte Mannschaft schaute Alpecin – Premier Tech begrenzt zu und arbeitete wenig mit. Henri konzentrierte sich im Finale auf sich allein, positionierte sich super und wurde absichtlich (erkennbar, da sich Kubis nach dem Leadout „Ausklicken“ umdrehte, seine Fahrlinie nochmals verließ und Henri den Weg zumachte) in seinem Sprint behindert. Dank der Fahrkünste kam es nicht zum Sturz. Henri hätte sicherlich gewinnen können. Aber Kubis wurde nicht distanziert🙄.
Am Freitag zur dritten Etappe, beschloss Henri nach einer versuchten Aussprache mit Kubis – welcher nicht einsichtig war – diese Etappe zu gewinnen.😜 162 Kilometer waren zu bewältigen. Zwischenzeitlich gehörte Henri zu einer 30köpfigen Gruppe mit einer Minute Vorsprung. In Frankreich laufen die Rennen aber anders, so schlossen von hinten wieder der Großteil der 106 Sportler auf. Teamkollege Ramses Debruyne machte einen tollen Job unterwegs und brachte Henri auch im Finale nach vorn, „setzte“ ihn ab und Henri machte dann „sein Ding“. Schauen, verzögern, antreten, Lücke suchen und Vollgas bis zur Ziellinie!!! Es konnten weder die Zuschauer vor Ort noch ich am Fernseher überhören! Er schrie alle Anspannung heraus und freute sich riesig. Erster Gratulant war nicht Kubis, welcher 2. wurde, sondern Kollege Ramses😉.
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zum 1. Profisieg!
Abends wurde im Teambus angestoßen und daheim – bei uns Eltern – auch.🥂 Zur vierten Etappe durfte Henri vertretungsweise das Sprintertrikot(hier in gelb) tragen. Seiner Stimme ging es nicht gut und die Beine merkten es auch. Die Teamkollegen arbeiteten gut, denn Henri war in der Gesamtwertung nur 7 Sekunden hinter dem Führenden Kubis gelegen. Das Finale der 4. Etappe (154 km) führte ca einen Kilometer berghoch. Dieser Zielberg wurde zuvor zwei mal gefahren, aber nicht in dem hohen Tempo wie im Finale. Die Beine wollten nicht wie Henri sein Kopf, außerdem war er schlecht positioniert. Er schaffte den 10. Tagesrang und behielt damit den 2. Gesamtrang mit 13 Sekunden Rückstand.
Am Sonntag folgte ein 10,3 Kilometer langes und anspruchvolles Zeitfahren. Das Team packte die Zeitfahrräder aus. Henri ließ ein großes Kettenblatt montieren. Das war vielleicht ein Fehler. Im sogenannten Recon (Anschauen der Strecke am Mittag) war die Strecke noch trocken gewesen. Aber im Wettbewerb selbst regnete es erneut. Henri wollte viel erreichen, fuhr sehr zügig und risikobereit bis zur Zwischenzeit (13 Sekunden Rückstand). Aber die letzten 2 Kilometer ging es berghoch (mit 6,1 % im Schnitt). Dort überzog Henri und verlor Sekunde um Sekunde. Im Ziel hatte er einen Rückstand von 56 Sekunden zum Sieger und belegte den 31. Rang. Damit rutschte er in der Gesamtwertung auf den 16. Platz ab. Ramses Debruyne konnte mit einem guten Zeitfahrergebnis sich in der Gesamtwertung auf den 14. Platz vorfahren. In der Sprintwertung wurde Henri als 2. in der Gesamtwertung gelistet.
Um dem wechselhaften Winterwetter hier in Bayern zu umgehen und gut weiter trainieren zu können, ist Henri von Südfrankreich nach Südspanien weiter gefahren. In Calpe trainiert er bis zu seinem nächsten Einsatz. Im Moment ist er für die Algarve Rundfahrt (18. – 22.Februar) eingeplant.



















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