In den letzten 2 Monaten ist so einiges passiert…
Der erste große Sieg 😍 Anfang Februar bei der Etoile de Besseges, ein gutes Trainingslager in Spanien, das krankheitsbedingte Ausscheiden 😷auf den ersten Kilometern der Algarve-Rundfahrt, dem guten Trainingsblock daheim, ein knapp verpasster Podestplatz😲 in Frankreich bei dem Gran Prix de Denain, die Top Ten Platzierung 🥳 hinter bzw. vor den besten WorldTour Profis auf der ersten Etappe der Volta Catalunya und dann der Schreckmoment auf der 2. Etappe 😰
In der Nacht vor der ersten Etappe der Algarve-Rundfahrt wurde Henri krank. Am Morgen versuchte zwar das Team Henri zu helfen. Aber der Körper wollte nicht. Henri startete zwar, musste aber nach den ersten Kilometern das Rennen beenden. Am nächsten Morgen flog er zurück, um sich daheim von einer Viruserkrankung zu erholen. Glücklicherweise hatte er keine Teammitglieder „angesteckt“.
Nach dem Auskurieren begann daheim wieder das Training mit vollem Fokus. Am Wochenende gibt es immer Unterstützung vom Bruder Oscar und teils auch den ortsansässigen Radsportlern.
Statt zwei belgischer Rennen als Vorbereitung auf die Katalonien-Rundfahrt, wird kurzfristig vom Team entschieden, dass Henri am Donnerstag in Frankreich den Gran Prix de Denain über 200 Kilometer fährt und tags drauf den belgischen Halbklassiker Bredene-Koksijde über 203 Kilometer fahren darf.
Da wir Eltern uns im Urlaub befinden, begleiten wir Henri bei diesen beiden Rennen. Erstaunlicherweise 😂 liegt die Stadt Denian ganz in der Nähe vom berüchtigtsten Kopfsteinpflasterabschnitt vom „Monument“ PARIS – ROUBAIX. Deswegen schauen wir uns im Vorfeld den Wald von Arenberg an. Zuerst zu Fuß, aber der Ehrgeiz packt den oberUhu und er testet diese fast 3 Kilometer mit seinem Rad. Zudem fährt Henri im Rennen 4 Pflasterabschnitte, welche bei Paris – Roubaix kurz vor dem Arenberg befahren werden müssen. Somit erhält auch er einen kleinen Einblick in die Historie der großen Klassiker.
Da das Rennen zum Coupe de France gehört, finden erneut „2“ Rennen statt. Eine Ausreißergruppe kann sich sehr lange wehren und ein Fahrer bleibt übrig bis zum Schluss und gewinnt das Rennen mit knappen Vorsprung. Henri fuhr etwas zu zeitig los und im heftigen Gegenwind war der Weg zu weit. Er ärgerte sich über seinen vierten Platz etwas. Wir waren einfach nur mega stolz auf sein tolles Comeback bei so einem schweren Rennen.
Weiter ging es am nächsten Tag in Belgien. Wir fuhren direkt an die Rennstrecke und erwarteten die Rennfahrer am Kemmelberg. Dort standen wir bereits 2022, als Henri Gent – Wevelgem in der U23 gefahren war. Später fuhren wir ins Ziel nach Koksijde.
Henri hatte nicht den besten Tag im Rennsattel. Der Körper spürte die Anstrengungen des Vortages sehr. Er beendete das Rennen auf dem 82. Platz.
Für Henri ging es direkt nach dem Rennende zum Flughafen Hotel. Am Samtag nachmittag war Henri bereits in Katalonien. Die Rundfahrt über 7 Etappen startete am Montag. Henri wollte gern auf gute Platzierungen fahren. Einige Etappenankünfte hätten ihm in die Karten gespielt.
Hätte, hätte – Fahrradkette 😏
Am Montag stand eine hügelige Etappe mit 172 Kilometern auf dem Plan. Der Schlussanstieg bis zum Zielstrich hatte es in sich. Der Etappensieger sagte später im Interview, dass er aus den Erfahrungen der letzten Jahre genau wusste, wann er antreten muss. Henri fuhr etwas zu weit hinten, musste sich nochmals hinsetzen und da schoss das Laktat in die Beine und das zog ihm den Stecker. Aber – man muss erstmal Achter werden!!! Platz 2 für Remco Evenepol, Platz 3 Thomas Pidcock, Platz 9 Oscar Onley, Platz 11 Jonas Vingegaard und dazwischen HENRI 🥰 👏
Auf der 2. Etappe wollte das Team erneut für Henri fahren und ihn bestmöglich ins Finale bringen. Aber durch seinen eigenen Fehler, eine hektische nicht notwendige Entscheidung, kam er in einer Kurve in der Abfahrt, 10 Kilometer vor der Ziellinie alleine zu Fall. Bei den späteren Untersuchungen im Krankenhaus von Girona wurde festgestellt, dass sich Henri das linke Schlüsselbein mehrfach gebrochen hatte. Der gesamte Brustkorb hat eine heftige Prellung erlitten. Dies sahen wir aber erst nach einigen Tagen. Einige Schürfwunden erschweren zudem die Regeneration.
Am Abend seines Sturzes war er sehr sehr enttäuscht. Dies ist der erste Knochenbruch in seinem Leben und der erste heftige Sturz.
Leider klappte die Rückkehr nicht so schnell wie erhofft. Erst am Freitag nachmittag flog er nach Brüssel. Am Samstag mittag wurde er in Herentals erfolgreich operiert und kehrte am Sonntag abend nach Hause zurück. Nachdem die Fäden gezogen wurden, versuchte er erstmals wieder auf der Rolle ein bisschen die Beine zu bewegen. Mit der Physiotherapie hat er in der letzten Woche auch begonnen. Er „hört“ auf seinen Körper, muss ihm die nötige Ruhe geben und mit dieser, für ihn neuen, Situation klar kommen.
Wir unterstützen Henri bei allem und wünschen ihm eine vollständige Genesung!
🍀🍀🍀
P.S. Das gestrigen Rennen PARIS – ROUBAIX bzw. Paris – Roubaix Femmes waren der Hammer. So einspannendes Rennen, mit so so vielen Defekten und Pech, haben wir noch nie gesehen. Teamkapitän MVDP hatte im schlechtesten Moment (im Arenberg) einen Platten, man sah den Teamspirit von Jasper und Tibor sowie den Kämpferwillen von Mathieu selbst. Über 2 Minuten Rückstand nach dem Arenberg, er gab nicht auf und kämpfte sich zurück und wurde 4. in Roubaix. 😎 Chapeau!!!
Dege hatte auch im Arenberg einen Platten, kämpfte ebenso und wurde bei seiner 13. Teilnahme guter 31. 🙌
Herzlichen Glückwunsch an die deutsche Meisterin Franzi Koch für das starke Rennen gestern und den verdienten Sieg! 🎉
📸 einige Fotos von PHOTONEWS
📸 Facebook Denain / Katalonien
📸 privat
















Hinterlasse einen Kommentar