BAYERISCHE MADISONMEISTER und BESTER DEUTSCHER IN HOLLAND

Am vergangenen Mittwoch konnten sich Henri und Oscar über GOLD im Madison freuen. Auf der Augsburger Radrennbahn wurden die Bayerischen Meisterschaften ausgetragen. Im Vordergrund stand die Feinabstimmung in den Ablösungen und das Erkennen der verschiedenen Rennsituationen. Als weitere Vorbereitung auf die DM Bahn werden die Brüder am Mittwoch bei den Ludwigshafener Sixdays nochmals an einem Madisonwettbewerb teilnehmen. Das kommende Wochenende wird in diverse Trainingseinheiten unterteilt, ehe die Anreise in die Pfalz am nächsten Dienstag erfolgen wird.

Am Wochenende waren die Uhlig´s nach Holland gereist. Die Etappenfahrt „Acht van Bladel“ wurde gemeinsam mit 3 Fahrern des Landesverbandes Hessen als Mannschaft gefahren. Neben vielen Holländern waren auch Australier, Briten, Belgier und zwei deutsche Mannschaften am Start. Leider passierten auf der ersten Etappe viele Stürze. Für Oscar und Henri bedeutete es, sich im Fahrerfeld von 150 ! Startern zu behaupten. Pflasterabschnitte, Windkante, Richtungswechsel…alle Etappen hatten es in sich. Bereits auf der ersten Etappe verlor die Mannschaft zwei Fahrer, wobei bei Lukas Herrmann ein erneuter Schlüsselbeinbruch diagnostiziert wurde. An dieser Stelle: Lukas – gute Besserung und Kopf hoch! Henri konnte auf der 105 Kilometer langen Etappe mit einem 10. Platz, 34 Sekunden hinter dem Sieger ein erstes Zeichen setzen. Oscar musste mehrfach „warten“, da er bei Stürzen (unbeteiligt) aufgehalten wurde. Am Ende hatte als 111. einen Rückstand von über 7 Minuten, zuviel für eine gute Endplatzierung in der Gesamtwertung! Nach einer sehr kurzen Nacht für Lukas und Uhu (Röntgenuntersuchung im Krankenhaus) ging es am Samstag Mittag zur längsten Etappe über 120 Kilometer. Der größte Gegner war die Hitze. Frech muss man sein und von fremden Betreuern(Uhu) in der Verpflegung Flaschen „klauen“. Oscar, welcher 2 Positionen dahinter war, ging leer aus! Das Radrennen war erneut zum LERNEN da, weil die Holländer die Rennen anders gestalten als in Deutschland. Oscar war zwischendurch sogar im Führungsduo, mit dem späteren Sieger, dabei. Aber die Kräfte verließen Oscar irgendwann und er rollte als 21. ins Ziel.  Henri positionierte sich erneut gut und wurde mit 52 Sekunden Rückstand 13.

Am Sonntag früh stand erneut ein Straßenrennen über 95 Kilometer auf dem Programm. Henri wollte gern seinen TopTen Platz verteidigen. Nachdem sich eine Spitzengruppe absetzen konnte, initiierte Henri eine weitere Gruppe mit 17 Fahrern. Die Holländer wollten aber keinen „Uhlig“ dabei haben und schickten Henri voll auf die Windkante. An der letzten Position der Gruppe verlor Henri schlussendlich den Anschluss. Im Feld zurück half Oscar ihm und beide setzten nochmals eine Attacke. Sie rollten als 28. und 29., mit einem Rückstand von 1:26 min ins Ziel. Somit war der Traum von der TopTen Platzierung leider ausgeträumt. Nach einem guten Mittagessen hieß es für beide nochmals auf´s Rad zu steigen. Aber diesmal kam das Zeitfahrrad zum Einsatz. Beide bereiteten sich sehr konzentriert auf ihren Start vor. Leider hatten sie die Strecke zuvor nicht komplett abfahren können. SURPRISE! Daheim verfolgte ich den Liveticker auf Twitter. Ich glaubte kaum, was ich da sah. Oscar hatte eine sehr gute Zeit gefahren. Nun hieß es abwarten…Henri setzte noch einen drauf und raste mit knapp 45,6 km/h ins Ziel. Er fuhr sein bestes Zeitfahrergebnis ein und wurde Vierter! Auf den britischen Sieger Ben Tulett (amtierender Crossweltmeister) hatte Henri nur 9 Sekunden und nur 3 Sekunden zum dritten Platz. Oscar fuhr einen Schnitt von 44,1 km/h und wurde mit einem Rückstand von 33 Sekunden sehr guter 18. Auf die Gesamtwertung hatte dies keinen Einfluss mehr. Henri beendete die Rundfahrt als bester Deutscher und bester Nichtholländer auf Platz 13 mit 2:08 min Rückstand. Zudem ist er 5. in der Nachwuchswertung und 9. in der Punktewertung. Oscar belegt den 51. Platz mit 10:01 min Rückstand. Es waren nur 78 Fahrer ( die Hälfte der ehemals Gestarteten) im Endergebnis!

Wir sind sehr zufrieden mit den ersten Rennen in Holland und bedanken uns nochmals für die Hilfe und Organisation durch Thomas Burghardt.

Von |2018-07-03T16:54:19+00:003. Juli 2018|Allgemein, Bahn|0 Kommentare

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